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Schönheit –

Unverwüstlich mit Charme

Cor-Ten – Stahl für Generationen

Werkstoff für Architektur und Kunst

Im Gegensatz zu unlegiertem Stahl zeichnet sich Cor-Ten, Corten- oder Kortenstahl durch eine erhöhte Widerstandskraft gegenüber der natürlichen Korrosion in unserer Atmosphäre aus. Unter dem Einfluss der Witterung bildet sich eine ausdruckstarke Deckschicht aus Rost, die diesen Vorgang verlangsamt. Cortenstahl bzw. witterungsfester Baustahl gewinnt seinen besonderen Reiz durch die leicht changierenden Farbtöne zwischen rot und braun-schwarz. Durch seine Wärme und Rauigkeit strahlt er puristische Natürlichkeit aus, die mit seiner Umgebung harmonisch kommuniziert und sich durch Einflüsse wie Feuchtigkeit und Licht permanent verändert.

Oberfläche mit Ausdruck

Aufgrund seiner charakteristischen Oberfläche und Patina sowie seiner Unempfindlichkeit gegenüber Witterungseinflüssen wird COR-TEN-Stahl gerne für Akzente in der modernen Architektur und im individuellen Gartenbau eingesetzt.
In der Kunst überzeugt die Lebendigkeit dieses Werkstoffes. Viele Bildhauer verwenden das Material für Skulpturen, da es extrem witterungsbeständig ist und durch den Rost schnell eine individuelle Oberflächenstruktur erhält.

Wie entsteht diese wundervoll lebendige Patina?

Der Prozess der Rostbildung unterscheidet sich nicht vom Rosten des unlegiertem Baustahls. Beim Cortenstahl bilden jedoch die Eisensulfate und Phosphoroxide mit den Legierungszusätzen aus Kupfer, Chrom und Nickel, basische Sulfate und Phosphate - eine feste, undurchlässige Sperrschicht.
Je nach Witterungs- und Umwelteinflüssen dauert dieser Prozess bis zu drei Jahren. Dieser Prozess lässt sich im Fassadenbau durch künstliche Wechsel von Nass-Trocken-Zyklen beschleunigen. Chloride und auch dauerhafte Nässe behindern die Bildung der Schutzschicht, daher sollte das Material in dieser Umgebung nicht zum Einsatz kommen oder sollte zusätzlich geschützt werden.

Geschichte von Cortenstahl

Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts experimentierte man in Deutschland an einer Legierung aus Stahl mit Zugabe von Kupfer, Chrom und Nickel. 1932 meldete der Amerikaner Byramji D. Saklatwalla die Stahllegierung mit den Legierungszusätzen Kupfer, Phosphor, Silizium, Nickel und Chrom zum Patent an. Dieser neue Werkstoff zeichnete sich durch eine bis dahin nicht gekannte Witterungsbeständigkeit aus. Das Unternehmen United States Steel Corporation, das den Stahl entwickelt hatte, gab ihm den Namen COR-TEN-Stahl. COR bezieht sich auf den Rostwiderstand (CORrosion resistance) und TEN auf die Zugfestigkeit (TENsile strength). Die richtige Bezeichnung des Materials – unabhängig vom Hersteller – ist "Witterungsfester Baustahl".

Einsatz und werkstoffseitige Besonderheiten

  • Optisch anspruchsvolle Fassadenverkleidungen
  • Kunstobjekte
  • Langfristige Garten- und Terassengestaltung
  • Hochwertige Dekorationen
  • Innenarchitektur
  • Hotel- und Gewerbebau
  • Ihre Ideen …

Jeder Stahl hat seine Besonderheiten. Bei witterungsfestem Baustahl sollte schon bei der Planung besonders darauf geachtet werden, den Kontakt mit anderen unedleren Metallen zu verhindern. Alle mit Cortenstahl in Kontakt stehenden Metalle müssen aus Edelstahl oder pulverbeschichtetem Aluminium bestehen.
Insbesondere ist auf die Wasserführung zu achten. Ablaufende Wasser verursacht in den ersten ein bis drei Jahren stärkere Verschmutzungen, was durch geeignete bautechnische Maßnahmen minimiert werden kann.

Lebensdauer von witterungsfestem Baustahl

Unter normalen Bedingungen läuft der Abrostprozess bei Cortenstahl wesentlich langsamer ab als bei unlegiertem Baustahl. Nach 3 Jahren beträgt die Gesamtdickenabnahme  ca. 0,05 mm und in den folgenden Jahren nur ca. 0,01 mm. Hiermit eignet sich das Material insbesondere für den Fassadenbau, denn somit können Fassadenplatten aus 1,5 bis 3 mm dickem Blech zum Einsatz kommen.

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